Lampenuntersuchungen |
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Die Untersuchung einer Lampe im Labor beginnt mit der Aufnahme der technischen Daten und einer Zustandsbeschreibung. Die technischen Daten bestehen in der Regel mindestens aus Spannung, Leistung und dem Typprüfzeichen. Sie geben an, ob die Lampe richtig eingesetzt war und ob sie den gesetzlichen Vorschriften entsprach. |
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Makroskopische Sichtprüfung:
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Unter der makroskopischen Sichtprüfung soll die Begutachtung der Lampe oder der angelieferten Asservate mit bloßem Auge, gegebenenfalls unter Zuhilfenahme einer Lupe, verstanden werden. Diese Untersuchung ist ein wesentlicher Teil der Gesamtuntersuchung, weil neben der Beschreibung des Anlieferungszustandes nicht unfallursächliche Schäden, z. B. am Lampensockel, an der Fassung, an der Verkabelung usw., erfasst werden können. |
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Lichtmikroskop:
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Ein wichtiges Instrument und unerlässliche Voraussetzung für die Beurteilung von Lampen stellt das Lichtmikroskop dar. In der Praxis werden häufig Stereolupen, an die eine vollautomatische Aufnahmeeinrichtung für Lichtbilder angebaut ist, verwendet (Bild 8). |
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Bild 8 : Stereo-Lichtmikroskop mit Fotoaufsatz. Die Belichtungszeit wird automatisch gesteuert. |
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Die brauchbaren Vergrößerungen dieser Geräte liegen bei max. 50fach. Bei höherer Vergrößerung ist die Tiefenschärfe zu gering, so dass aussagekräftige Fotos nicht mehr gefertigt werden können. |
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Bild 9 : Deformierte Abblendlichtwendel |
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Bild 10 : Plastisch verformte Abblendlichtwendel einer Scheinwerferlampe mit Glasanschmelzungen. Die Oberflächen der Abblendkappe und der Fernlichtwendel sind mit Anlauffarben bzw. Wolframoxid über zogen. |
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Rasterelektronenmikroskop:
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Der Vergrößerungsbereich von Lichtmikroskopen bis ca. 1000fach ist in der Regel ausreichend. Probleme ergeben sich jedoch in der Praxis schon bei wesentlich kleineren Werten im Hinblick auf die erzielbare Tiefenschärfe. Aufgrund der räumlichen Ausdehnung der zu untersuchenden Teile können verschiedene Merkmale mit dem Lichtmikroskop nur sehr schlecht oder gar nicht ausgewertet werden. |
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Bild 11: Rasterelektronenmikroskop Cambridge Stereoscan 180 |
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Bild 12 : Prinzipieller Aufbau und Wirkungsweise des Rasterelektronenmikroskops |
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Bei Untersuchungen mit dem Rasterelektronenmikroskop wird das Untersuchungsobjekt nur schwarz-weiß abgebildet. Farbige Erscheinungen, wie z. B. Anlauffarben, sollten deshalb vorher mit dem Lichtmikroskop untersucht und fotografisch festgehalten werden. |
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Lichtmikroskopische Aufnahme vom oberen Teil eines Wendelhalters mit einem Wendelrest |
Bild 13 |
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Wendelträger mit Wendelrest wie auf Bild 13, jedoch aufgenommen mit dem Rasterelektronenmikroskop |
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Lichtmikroskopische Aufnahme der Bruchzone aus Bild 13 mit der Bruchfläche |
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Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme der Bruchfläche am Wendelrest aus Bild 13 |
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Bild 17 (REM-Aufnahme) : Kontaktbereich einer Abblendlichtwendel, welche durch Stoßeinwirkung unter Spannung stehend mit der Abblendkappe in Kontakt gekommen ist. |
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Bild 18 (REM-Aufnahme) : Wendelbruchstelle in unmittelbarer Nähe der Wendelhalter. An der Drahtoberfläche befinden sich Glasanschmelzungen. Die Wendel muss zum Zeitpunkt, als der Glaskolben zerstört wurde, im glühenden Zustand gewesen sein. Im Bruchflächenbereich sind keine Schmelzerscheinungen vorhanden. Es handelt sich um ein feinkörniges kristallines Bruchgefüge. |
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Bild 19 (REM-Aufnahme) : Typisches Aussehen einer Schmelzbruchstelle an einer altersbedingt durchgebrannten Wendel. Die Wendel besitzt eine dicke Schmelzperle am Drahtende und weist eine kontinuierliche Verringerung des Drahtquerschnitts zur Schmelzbruchstelle hin auf. Deutliche Alterungsmerkmale sind an der Drahtoberfläche sichtbar. |
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Fahrzeuglampenbegutachtung - die Praxis |
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